Buntes Koblenz demonstriert gegen Rechtspopulisten

Ein breites Bündnis von Sozialen Initiativen, Gewerkschaften, Kirchen und Parteien demonstrierte am 21.01. gegen ein Treffen europäischer Rechtspopulisten der europäischen ENF in Koblenz. Zu der Demonstration waren mehr als 5000 Demonstranten gekommen, um ein Zeichen gegen Fremdenhass und Nationalismus zu setzen.

Bereits um 10 Uhr hatten sich die ersten Demonstranten vor dem Hauptbahnhof eingefunden, der sich bis zur Auftaktkundgebung um 11 Uhr mit Teilnehmern an der Demonstration füllte. Neben der Ministerpräsidentin Malu Dreyer redeten auf der Kundgebung unter anderem die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Ulrike Lunacek sowie der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn. Dabei lautete der Tenor, dass sich Europa solidarisch gegen den aufkommenden Nationalismus in den Ländern einsetzen muss, um eine freie Gemeinschaft über die Grenzen hinweg zu garantieren.

Nicht thematisiert wurde dabei, dass ein Großteil der Krise in Europa hausgemacht ist, vor allem mit der Austeritätspolitik in den südlichen Mitgliedsstaaten sowie dem eklatanten Demokratiedefizit in den europäischen Institutionen. Die fehlende demokratische Partizipationsmöglichkeit sowie die Unfähigkeit zur gemeinsamen Lösung sozialer Probleme bieten den Nationalisten in den europäischen Ländern Aufschub und zeigen deutlich, dass die Europäische Union in erster Linie als Wirtschafts- und nicht als Solidargemeinschaft gedacht war.

Gegen 12:00 Uhr machte sich der Demonstrationszug auf den Weg durch die südliche Vorstand zur Rhein-Mosel-Halle, in der das Treffen der ENF stattfand. Vor der Halle hielt Egbert Bialk vom BUND eine Rede, in der er nochmal betonte, wie wichtig Vielfalt und Solidarität ist. Anschließend wurde gemeinsam – unter den misstrauischen Blicken der von der Polizei abgeschirmten Teilnehmer der ENF-Konferenz – Beethovens Ode an die Freude gesungen. Vertreter von ARD und ZDF waren von der Konferenz ausgeladen worden und waren nun umso dankbarer, dass sie über unsere Kundgebung berichten konnten.

Nach der Kundgebung an der Rhein-Mosel-Halle setzte sich die Demonstration Richtung Reichensberger Platz in Bewegung, auf dem die Abschlusskundgebung stattfand.

Insgesamt war die Demonstration ein voller Erfolg und zeigte ein buntes Koblenz, das gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtspopulismus und Nationalismus eintrat. Wir von Attac haben diese Kundgebung natürlich tatkräftig unterstützt. Wenn auch ihr für ein faires, solidarisches Europa eintreten wollt, dann schaut doch mal bei uns vorbei: Unsere Treffen sind jeweils am 1. und 3. Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Dreikönigen-Haus in der Kornpfortstraße.

 

Berichte:
Deutschlandfunk
Tagesschau

Koblenz bleibt bunt – Widerstand gegen Rechtsextremismus

Am 21. Januar 2017 will die Fraktion „Europa der Nationen und der Freiheit“ (ENF) aus dem Europäischen Parlament einen Kongress in Koblenz abhalten. Zur Veranstaltung werden bis zu 1000 Personen aus dem rechtspopulistischen und rechtsradikalen Spektrum erwartet.

Wir von Attac und zahlreiche andere Gruppierungen des Bündnis „Koblenz bleibt bunt!“ rufen deshalb dazu auf, mit uns gemeinsam gegen diese Veranstaltung und für ein Koblenz der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts zu demonstrieren.

Wir treffen uns zusammen mit den anderen Teilnehmern:
Samstag, den 21. Januar 2017
11 Uhr, Koblenz Hauptbahnhof

  • Voraussichtlicher Ablauf:
  • Ab 11 Uhr Auftakt-Kundgebung mit Malu Dreyer
  • Demonstrationszug über Markenbildchenweg, Mainzer Straße zur Rhein-Mosel-Halle
  • Kurze Kundgebung
  • Fortsetzung der Demonstration von der Neustadt bis zum Reichensperger Platz neben dem Schloss
  • Abschlusskundgebung

Bei den Kundgebungen wird es eine Mischung von Redebeiträgen und
kulturellen Beiträgen geben.

Zugesagt haben unter anderem:

  • Dietmar Muscheid (Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz / Saarland)
  • Ministerpräsdentin Malu Dreyer
  • Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des europäischen Parlaments
  • Jean Asselborn, Außenminister von Luxemburg
  • Ali Yener, IGM Koblenz
  • Musiker der Rheinischen Philharmonie
  • Kutlu von der Microphone Mafia
  • Becker & Becker
  • Piri-Piri

Wir sehen uns!

Wer in der Demokratie schläft, kann in der Diktatur aufwachen!

Weitere Infos:
DGB Koblenz
Koblenz bleibt bunt (Facebook)

Treffen

Einzug

 

attac Umzug s3Ein Umzug mit Wagen fährt zum Erntedankfest 2015            am Dreikönigenhaus vorbei…

 

und wir ziehen an diesem 26. September mit dem Koblenzer Umweltbüro (KUB.A) dort ein.

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In den neuen Räumen der alten Stadtbibliothek (Kornpfortstraße 15 – Ecke auf der Danne)          trifft sich die attac Gruppe Koblenz     regelmäßig am 1. und 3. Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr.

 

 

 

Auszug

Auszug

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Das Koblenzer Umweltbüro verlässt mit attac die Eltzerhofstraße.

 

 

 

 

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Umzug

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Gegen TTIP, CETA und TiSA

Was für ein Wochenende! Logo

Insgesamt 550 Aktionen gab es in Europa, rd. 750 weltweit – in 45 Ländern, auf sämtlichen Kontinenten! Ein Aufbegehren gegen das Freihandelsdogma und neoliberale Ausbeutung, das Geschichte geschrieben hat!

Und genau so ist es auch angekommen: In *sämtlichen bundesweiten Medien* und einer Unmenge von Regionalzeitungen wurde und wird berichtet, in allen Fernsehnachrichten waren unsere Proteste Thema.  Kein Wunder, schließlich gingen Zehntausende auf die Straße: Allein in D gab es etwa 40 Kundgebungen und Demos, die größte davon in München mit über 20.000 Teilnehmenden.  In  Wien demonstrierten 15.000 Menschen, in Barcelona, wie man liest, sogar 30.000!

In Koblenz knapp 500, in Mainz mehr als 350, auch in Trier und Landau waren die Menschen auf der Straße und es waren sicher mehr als die Rhein-Zeitung gemeldet hat. Attac Koblenz lockte mit einem  Infostand auf dem Jesuitenplatz und einem 4minütigen Animationsfilm, der TTIP erklärt, die Menschen an.

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Der nicht mehr neue Slogan von attac: „Die Welt ist keine Ware“ passt gerade auch zu TTIP, CETA und TiSA.
Im letzten Jahr war attac Koblenz an drei Aktionstagen (08.03., 12.05., 11.10.) mit Infoständen am Löhrrondell fast allein vertreten. In diesem Jahr gab es ein breites Bündnis von attac, BUND, Greenpeace, Weltladen, Kirche und Gewerkschaft. Viele Unterschriften wurden gesammelt.

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Die Zusammenarbeit funktionierte auch überregional: Das Plakat mit der Hand, ein Entwurf des rheinland-pfälzischen Netzwerks gegen TTIP in Mainz konnten wir übernehmen. In der Altstadt klebte es an einigen Schaufenstern zusammen mit den durchgestrichenen TTIP, CETA und TiSA Buchstaben auch noch übers Wochenende.

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Höhepunkt war natürlich die Demonstration ab Löhrrondell, bei strahlendem Sonnenschein von der Sambagruppe Piri Piri angeführt, gelungen moderiert, mit guten, sachlichen, manchmal witzigen und immer kritischen Redebeiträgen zu TTIP und TiSA.

Gabi Hofmann von der Regionalgruppe Koblenz wies auf die Betroffenheit von Frauen durch TiSA und TTIP hin. TiSA verlangt die Liberalisierung der Dienstleistungen; in Deutschland arbeiten über 80% aller erwerbstätigen Frauen im Dienstleistungssektor.

Eine erfreuliche Nachricht gab es doch: Der Aktion TTIP-Freie Kommune haben sich bereits über 200 Städte, Gemeinden und Kreise angeschlossen.

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Die attac Gruppe Region Koblenz engagiert sich hier am Zenralplatz gegen das Freihandelsabkommen TTIP.

 

 

http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/ttip/kommunen/Kommunen-UEbersicht-A3.pdf

Der Protest geht weiter,
am 11.10.2015 ruft das Bündnis zur Demonstration
in Berlin!

Von Stockholm bis Sidney, von Quebec bis Tokio: Proteste gegen TTIP > und Co.

Attac beim weltweiten Aktionstag gegen Freihandelsabkommen am 18. April

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Von Stockholm bis Sidney, von Quebec bis Tokio: Bei einem weltweiten Aktionstag gegen Freihandels- und Investitionsschutzabkommen unter dem Motto „Mensch und Umwelt vor Profit“ am 18. April werden Aktive des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac in zahlreichen Ländern ihren Protest gegen TTIP, CETA, TiSA und Co. auf die Straße tragen (Karte: http://t1p.de/Global-Trade-Day). Allein in Deutschland sind in mehr als 60 Städten Kundgebungen und Aktionen geplant – an den meisten sind Attac-Gruppen beteiligt.

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Blockupy: Klimakrise und Krisenklima

Auf nach Frankfurt zu den Blockupy-Protesten! Soziale und ökologische Kämpfe zusammen führen!

Am 18. März 2015 will die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ihr neues Hauptquartier offiziell eröffnen – tausende Menschen werden an diesem Tag in der Stadt und auf den Straßen sein, blockieren und demonstrieren, und sagen: „Es gibt nichts zu feiern an der Krisenpolitik“. Die Klimabewegung ist dabei – Blockupy ist der Auftakt für ein Jahr, das brodelt mit europaweiten Massenaktionen für Umverteilung und globale Klimagerechtigkeit: in Frankfurt, in Elmau, im rheinischen Braunkohlerevier, in Paris – und darüber hinaus! 
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Kommunale Schulden

Kommunale Schulden

– Warum den Städten und Gemeinden das Geld ausgeht und was man dagegen tun kann –

Vortrag von Thomas Eberhardt-Köster,  Attac NRW

Die finanzielle Situation von Städten und Gemeinden nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an, trotz hartem Sparkurs der Verwaltungen bis an die Schmerzgrenze. Gebühren für Schwimmbäder werden erhöht, Theater geschlossen, städtisches Eigentum veräußert, freiwillige Leistungen eingefroren.
Eine Entwicklung, die keine Lösung verspricht.

Aber was sind die Ursachen? Was kann Kommunalpolitik leisten, um die Interessen von Bürgerinnen und Bürger zu berücksichtigen? Weshalb stehen so oft die Interessen der Investoren im Vordergrund?

Darauf versucht Thomas Eberhardt-Köster,  Betriebswirt und Politikwissenschaftler, eine Antwort zu geben. Er ist Mitglied im Rat von Attac und arbeitet in der Kommunalverwaltung einer deutschen Großstadt.

Eine Veranstaltung von Attac Koblenz,

am 05.03.2015, um 19.30 Uhr,
im Koblenzer Umweltbüro (KUB.A)
Eltzerhofstraße 10,
Eintritt frei !!!