Monatsarchiv: Januar 2015

Jahresrückblick 2014

Das dominierende Thema 2014 für attac Deutschland und für die Regionalgruppe Koblenz war der Widerstand gegen das geplante Freihandelsdabkommen zwischen den USA und Europa, das seit dem Bekanntwerden Mitte 2013 in der Öffentlichkeit immer breiter diskutiert wird.

DSC_0008Attac Koblenz war eine der ersten Regionalgruppen, die bereits am 15. Dezember 2013 eine Info-Veranstaltung zu diesem Thema mit dem attac-Referenten Roland Süß in der Katholischen Hochschulgemeinde organisierten. Die Verhandlungs-Runden zu TTIP finden in Europa in Brüssel statt. Der 8. März 2014 wurde zum bundesweiten Aktionstag, an dem neben Infoständen symbolische Mauern gegen TTIP errichtet wurden. Den Gewinnen und Interessen der Konzerne wie IKEA, Syngenta, BASF, BDI, Bertelsmann, Starbucks, Nestle, Deutsche Bank, Bayer, Chevron u.a.m. stehen die Interessen des Gemeinwohls gegenüber: Arbeiterschutz, Verbraucherschutz, Gesundheitswesen, Umweltschutz, Allgemeine Daseinsvorsorge gegenüber.

Am 1. Mai waren wir dabei: mit einem großen Banner, im Demozug und auf dem Münzplatz, haben Unterschriften gesammelt und waren für den Festredner und TTIP-Gegner Sven Giegold ein erfreulicher Anblick. Im Mai gab es die nächste Verhandlungsrunde, der 10. Mai aus diesem Grunde ein bundesweiter Aktionstag zum Unterschriftensammeln.s. Fotos.

Auf der Europäischen Sommeruniversität in Paris im August 2014 begann die Fotoaktion: Ich bin ein Handelshemmnis, an der wir uns am 11.10. am Infostand am Löhrrondell beteiligt. Mit der Gründung einer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) sollte die EU-Kommission zu einem Rechtsakt aufgefordert und eine Anhörung im Europäischen Parlament erzwungen werden.

Die Ablehnung der Europäischen Bürgerinitiative durch die Behörden konnte den Widerstand gegen TTIP nicht stoppen: Am 11.10. begann daraufhin europaweit eine neue Unterschriftensammlung mit dem Ziel mehr als eine Million Unterschriften zu sammeln, die mit Hilfe von BUND, Campact und dem Umweltinstitut München am 4. Dezember erreicht waren, zwei Millionen wären noch eindrucksvoller, es geht also weiter.