Wieder Atomtransporte durch Koblenz zu erwarten!

In der Presse war am Wochenende von 988 Urantransporten bundesweit von Anfang 2012 bis Ende Mai 2014 zu lesen. Attac Koblenz weist daraufhin, dass Mitte der Woche wieder

Atomtransporte per Zug durch Koblenz führen werden. Vielleicht ist die Zahl 1000 damit erreicht.

Ein Zug mit rund 50 großen Urancontainern ist gestern Nachmittag im Hamburger Hafen aufgebrochen, die per Schiff nach Hamburg gebracht werden

Dies geschieht in der Regel jeden zweiten Tag. Vier dieser Container wurden zunächst von der Hamburger Polizei wegen Sicherheitsmängel mit einem Beförderungsverbot belegt. Trotz fehlender Zulassung hat das Amt für Arbeitsschutz in Hamburg nun den Transport freigegeben, wie NDR 90,3 berichtet.

Bei der Ladung handelt es sich um Uranerzkonzentrat („Yellow Cake“) aus Kasachstan, Namibia und wahrscheinlich auch Usbekistan, das nun in die südfranzösische Atomanlage Malvesi rollen soll.

Mit 50 Containern ist es der bislang längste und größte beobachtete Atomzug mit Uranerzkonzentrat, der von Hamburg durch Niedersachsen, NRW und Rheinland-Pfalz nach Frankreich rollt. Und eines Tages kommt dann das Uran in Form von Uranhexafluorid womöglich zur Urananreicherung in Gronau und/oder zur Brennelementefertigung in Lingen in Nordrhein-Westfalen erneut nach Deutschland.

Vermutlich wird der Uranzug sich in Richtung Bremen-Osnabrück-Münster-Hamm-Hagen-Wuppertal-Köln-Bonn-Koblenz-Trier-Saarbrücken-Metz-Lyon in Bewegung setzen. Die Uhrzeit ist momentan nicht vorherzusagen. Durch jahrelange Beobachtungen von UmweltaktvistInnen sind die Transporte, Fahrtrouten und Art der Fracht bekannt geworden, der Beginn der Beobachtung war oft zufällig, ausgelöst durch Zwischenfälle. Umweltorganisationen fordern seit langem den Stopp der gefährlichen Atomtransporte, die zudem vor der Öffentlichkeit und den Behörden geheimgehalten werden, Katastrophenschutzpläne fehlen, oder weiß die Rettungsleitstelle in Koblenz Bescheid?

Dazu Gabriele Hofmann von attac Koblenz: „Mit jedem einzelnen Transport werden Bevölkerung und Umwelt unnötiger Gefahren ausgesetzt. Deutschland hat den Atomausstieg zwar propagiert, erweist sich aber als Umschlagplatz und Transitland für den internationalen Uranhandel!“

http://www.zeit.de/hamburg/aktuell/2014-05/28/atom-zahl-der-sicherheitsmaengel

 

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